Die ideale Sauna Temperatur für Leib und Seele

Optimale Sauna Temperatur
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Wollen Sie nicht nur auf die Wärme Ihrer Heizung setzen, wenn es in Ihren Räumen kuschelig und warm bleiben soll? Eine Sauna schafft Ihnen einen eigenen Raum, in dem Sie sich jederzeit bei Ihrer persönlichen Wohlfühltemperatur zurückziehen können. Ob drinnen oder draußen bzw. in einer Innensauna oder Gartensauna – welche Sauna Temperatur die richtige ist, hängt davon ab, welchen Effekt Sie für Körper und Psyche erreichen wollen. In der klassischen finnischen Sauna fühlen sich die meisten Saunafans um die 90 Grad Celsius wohl, während das persönliche Hitzeempfinden auch von der Luftfeuchtigkeit bestimmt wird.

Wir zeigen Ihnen, auf welche Faktoren es ankommt, um die richtige Sauna Temperatur einzustellen und mit welchen gesundheitlichen Effekten Sie in den verschiedenen Temperaturbereichen rechnen können.

Die Wirkung unterschiedlicher Sauna Temperaturen

Durch die klassische Sauna wird ein künstliches Fieber erzeugt, sodass die Körpertemperatur bis auf 39 Grad Celsius ansteigt. Dabei erhitzt sich die Hautoberfläche sogar bis auf 40 Grad Celsius, während der Puls bis zu 50 Prozent schneller schlagen kann. Daher wird der regelmäßige Saunabesuch oft mit einer leichten sportlichen Aktivität gleichgesetzt, durch die je nach Länge und Intensität des Saunagangs zwei bis drei Liter Wasser bei hohen Temperaturen ausgeschwitzt werden. Wer noch nicht viel Erfahrung mit dem Saunieren hat, sollte lieber bei niedrigeren Temperaturen anfangen und sich langsam an höhere Temperaturen und die feuchtere Luft durch einen Aufguss gewöhnen.

1. 50 bis 70 Grad

Für den Anfang sind relativ niedrige Temperaturen zwischen 50 und 70 Grad in der Sauna empfehlenswert, um Geist und Körper behutsam an das wohlig warme Erlebnis vor dem Saunaofen heranzuführen. Oft dauert der Aufenthalt eines Gangs bis zu 15 Minuten; kann aber auch variabel an das eigene Empfinden nach unten angepasst werden. Bei drei Saunagängen sollten Sie zwischen den Pausen auf das kalte Wasser einer Dusche verzichten, da hohe Temperaturdifferenzen das Risiko eines Kreislaufkollaps erhöhen. Setzen Sie in den Pausen lieber auf frische Luft. Bei dreimaligen Saunieren pro Woche und der Anwendung dieser Tipps, trainieren Sie nicht nur Ihre Herzgefäße, sondern unterstützen auch Ihr Immunsystem und lockern Ihre gesamte Muskulatur.

Tipp: In einer Infrarotsauna erreichen Sie mit Infrarotstrahlen und Temperaturen bis zu 60 Grad denselben gesundheitlichen Effekt wie in einer herkömmlichen Sauna bei höherer Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Das Infrarotlicht wirkt selbst bei 10 Grad tiefenwärmend und dringt schonend unter die Haut ein, wo es den gesamten Organismus von “innen” wärmt. Dies ist besonders für hitzeempfindliche Menschen empfehlenswert.

2. 70 bis 100 Grad

Im Temperaturbereich zwischen 70 und 100 Grad herrscht in Saunen oft eine niedrigere Luftfeuchtigkeit von 10 bis 30 Prozent. Allerdings kann diese durch heißes Wasser, das durch einen Aufguss über die Steine des Saunaofens gegossen wird, erhöht werden. Bei den heißen Steinen entsteht folgender physikalischer Effekt: Durch den heißen Wasserdampf kommt eine hohe Luftfeuchtigkeit zustande, die auch die gefühlte Temperatur steigen lässt. Die objektive Temperatur bleibt hingegen gleich. Sollten Sie beispielsweise drei Saunagänge bevorzugen, können Sie durch den heißen Wasserdampf bei maximal drei Saunaaufgüssen einen positiven Effekt auf Ihr Hautbild erzielen. Verschiedene Saunaaufgüsse wirken so mit ihren zahlreichen Duftnoten entspannend und ausgleichend auf den Geist und sind das optimale Sauna-Zubehör für Ihre Sinne.

3. 100 und 120 Grad

In Finnland, dem Herkunftsland der Sauna, sind Temperaturen zwischen 100 und 120 Grad bei geringer Luftfeuchtigkeit keine Seltenheit. Voraussetzung für den kurzweiligen Aufenthalt bei dieser Hitze sind jedoch für alle Menschen ein gesundes Herz-Kreislauf-System und viel Erfahrung. So reicht schon ein Saunagang unterhalb von 10 Minuten aus, um den Körper bei einer geringen Luftfeuchtigkeit von weniger als 10 Prozent einzuheizen. Das kann das Immunsystem besonders an kalten Tagen gegen Bakterien, Viren und Co. stärken.

Die Wirkung hoher Temperaturen auf Körper und Geist

Hohe Temperaturen und heißer Wasserdampf erhitzen nicht nur die Steine des Saunaofens und heizen die Hölzer des Saunaraumes ein, sondern führen auch beim Menschen zu zahlreichen gesundheitlichen Effekten:

  • Verbesserte Durchblutung der Schleimhäute
  • Allgemein höhere Durchblutung
  • Geweitete Blutgefäße
  • Vermehrter Schweißfluss
  • Abtransport von Schlacken und Giftstoffen
  • Unterstützung bei Lungenkrankheiten wie Asthma, COPD usw. (daher auch für Kinder geeignet, die an Asthma und Co. leiden
  • Schöneres Hautbild (beschleunigter Transport von Stoffen in die Zellen)
  • Stärkung des Immunsystems

Fazit

Ob niedrig oder hoch – beachten Sie bei der richtigen Temperatur stets auch die Luftfeuchtigkeit und Ihre persönlichen Vorlieben, um den Saunagang so angenehm wie möglich zu machen. Statt niedriger oder hoher Luftfeuchtigkeit und einer hohen Temperatur durch den Saunaofen können Sie auch von der Wirkung einer Infrarotkabine profitieren, wenn Ihnen der Einsatz von Infrarotstrahlen lieber ist. Mit einer Wärme bis zu 60 Grad erreichen Sie die gleichen Effekte wie in der finnischen Sauna. Dass dabei eine Infrarotkabine und eine Sauna gesund sind, zeigt sich am künstlich erzeugten Fieber, welches die Abwehrzellen im Organismus trainiert und vor möglichen Erkrankungen vorbeugt. Wenn Sie sich nach dem letzten Saunagang kalt abduschen, erreichen Sie zudem eine hohe Temperaturdifferenz, die besonders intensiv auf Ihren Körper wirkt. Bei körperlichen Vorbelastungen sollten Sie sich jedoch vorher ärztlich untersuchen lassen und sich zunächst an die ungewohnte Wärme herantasten.

Häufig gestellte Fragen

Vor und nach der Sauna kalt oder warm duschen?

Für den maximalen Gesundheitseffekt sind große Temperaturunterschiede notwendig, weshalb viele auf eine eiskalte Dusche vor und nach dem Saunagang setzen. Allerdings wirkt sich bereits eine lauwarme bis kalte Dusche schon positiv auf den Körper aus, sodass die eiskalte Variante für erfahrene Personen mit gesundem Herz-Kreislauf-System infrage kommt.

Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit bei der Sauna Temperatur?

In zwei verschiedenen Saunen, in denen es zum Beispiel 80 Grad warm ist, kann die gefühlte Temperatur bei einer hohen Luftfeuchtigkeit anders sein. Vermehrte feuchte Luft bezweckt, dass der Schweiß schlechter verdunsten kann, weshalb sich der Körper nicht mehr so gut von selbst abkühlt.

Warum kann man über 100 Grad beim Saunieren aushalten?

Während sich der Mensch bei 100 Grad kochendem Wasser sofort die Finger verbrennen würde, können gleich hohe Temperaturen in Saunen über einen längeren Zeitraum ausgehalten werden. Der physikalische Grund: Die Energie, die von einem Medium auf einen Organismus trifft, hängt individuell von der Wärmekapazität eines Mediums ab. In Saunen fällt die Wirkung thermischer Energie durch Konvektion niedriger aus.